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SVM-Frauen verlieren unglücklich


Im Kampf um den Klassenerhalt in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga muss der SV Meppen einen Rückschlag verkraften. In der heimischen Hänsch-Arena unterlagen die Emsländerinnen heute Bayer Leverkusen mit 1:2 (0:1) und belohnten sich nicht für einen spielerisch guten Auftritt.


In der Anfangsphase sahen die 712 Zuschauer eine ausgeglichene Partie mit Vorteilen für die Heimelf. Zum ersten Abschluss kam SVM-Angreiferin Lisa Josten (4. Minute). Die größte Meppener Chance der ersten Hälfte hatte dann Milla Punsat nach einer Viertelstunde. Leverkusens Abwehrspielerin Selina Ostermeier trat über den Ball, wodurch Meppens Finnin frei zum Abschluss kam. Melissa Friedrich konnte für die Bayer-Elf aber noch kurz vor der Torlinie retten.

Immer wieder belohnten die Zuschauer den mutigen Auftritt des Meppen-Teams mit Applaus. Der erste Treffer gelang dann allerdings den Gästen, weil der SVM Kristin Kögel zu viel Platz im Mittelfeld ließ. Mit einem Doppelpass spielte sich die Bayer-Offensivfrau frei und schloss kurz vor der Strafraumlinie unbedrängt mit einem satten Schuss zur Führung ab (28.). Mit den ehemaligen Meppenerinen Elisa Senß und Alexandra Emmerling in der Anfangsformation bekamen die Bayer-Frauen in der Folge mehr Übergewicht. Zur Pause blieb es jedoch beim 0:1.


Kurz nach Wiederanpfiff war es – diesmal stark von Lydia Andrade freigespielt – wieder Lisa Josten, die den ersten Torabschluss verzeichnete, aber an Torfrau Friederike Repohl scheiterte. In der 57. Minute der verdiente Ausgleich: Eine Flanke von Linksverteidigerin Julia Pollak legte Anna Margraf in den freien Raum. Josten schloss mit dem linken Fuß zu ihrem vierten Saisontor ab.


Danach hatte die Elf von Carin Bakhuis mehr Ballbesitz und Leverkusen im Griff. Mit Linda Preuß und Jenske Steenwijk brachte die SVM-Trainerin nach 69 Minuten frische Kräfte. Als dann auch noch die Leverkusenerin Lisanne Gräwe Gelb-Rot sah (73.), schien alles für den SVM zu laufen. Verstärkt durch die Offensivspielerinnen Kristina Maksuti und Vildan Kardesler gelang es - bei unveränderter Grundordnung - allerdings nicht, gegen das nun tief stehende Bayer-Team Torchancen herauszuspielen. Stattdessen hatte die Werkself das Glück auf ihrer Seite. Eine flach getretene Ecke von Senß schloss Ostermeier zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit freistehend zum Siegtreffer ab. „Dieses Gegentor darf uns nicht passieren“, sagte eine enttäuschte SVM-Cheftrainerin nach dem Abpfiff.


Durch die Niederlage rutscht der SVM auf Rang neun ab. Weil Werder Bremen in einem der beiden frühen Nachmittagsspiele heute in Duisburg gewann, rückt die untere Tabellenhälfte enger zusammen. Der 1. FC Köln, momentan auf dem ersten Abstiegsplatz, kann am Dienstag mit einem Sieg im Nachholspiel bei Turbine Potsdam am SVM vorbeiziehen. Und zum vermeintlich abgeschlagenen Schlusslicht reisen die SVM-Frauen am kommenden Sonntag (16 Uhr). Bakhuis: „Wir werden die heutige Niederlage aufarbeiten. Dann geht es weiter nach Potsdam. Einfache Spiele haben wir in dieser Liga nicht, wir müssen uns jeden Punkt erarbeiten.“

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