Niederlage in einem umkämpften Spiel


Der SV Meppen verliert das erste Heimspiel des neuen Jahres am Sonntag mit 1:3 (1:1) gegen den FSV Zwickau.Unser Team kassierte erneut ein frühes Gegentor. Am Ende eine sehr bittere Niederlage und ein schlechter Start in das neue Jahr.


Cheftrainer Rico Schmitt wechselte gegenüber der Niederlage in Kaiserslautern drei Mal: Bähre, Faßbender und Sukuta-Pasu begannen für Al-Hazaimeh (5. Gelbe Karte), Guder und Krüger. Mittelfeldspieler Willi Evseev erlitt am Freitag leider einen Achillessehnenriss. Keine drei Minuten waren gespielt als die Zwickauer auf der rechten Seite zu viel Platz hatten und Horn am zweiten Pfosten freistand und ungehindert zum 0:1 traf (2.). Ärgerlich. Wieder ein frühes Gegentor. Erste sehr gute Gelegenheit für den SVM in Minute acht: Nach einer scharfen Hereingabe von der rechten Außenbahn verpasste Richie Sukuta-Pasu den schnellen Ball nur denkbar knapp. Es war von Beginn an Tempo in der Partie. Unser Team drängte auf den schnellen Ausgleich.


Ganz knappe Kiste in der 24. Minute: Morgan Faßbender nahm den Ball sehenswert an der Strafraumkante an, drehte sich und zog volley ab. Der Ball zischte an den linken Pfosten– fast der Ausgleich für den SVM, der jetzt mehr Kontrolle über das Spiel hatte. Der FSV Zwickau blieb aber mit langen Bällen und schnellem Umschaltspiel gefährlich. Dann aber der wichtige und auch verdiente Ausgleich: Nach schöner Szene von Mike Bähre im Zusammenspiel mit Luka Tankulic kam das Leder auf rechts, von dort wurde die Flanke von Chris Hemlein immer länger und landete schließlich im Tor zum 1:1 (32.). Es war wohl ein Eigentor des FSV Zwickau. Unser Team hatte sich nach dem frühen Gegentor voll ins Zeug gelegt und Druck gemacht. Mit dem Unentschieden ging es in die Halbzeitpause.


Unser Team startete in die zweite Hälfte konzentriert und mit Drang nach vorn. Viele Offensivaktionen liefen außen über den schnellen und glänzend aufgelegten Morgan Faßbender. So auch in Minute 54: Faßbender schickte Chris Hemlein auf rechts, der auf David Blacha spielte – sein Seitfallzieher ging aber über das Zwickauer Tor. Das Duell in der Hänsch-Arena Meppen vor 500 zugelassenen Zuschauern war rassig und kampfbetont. Brenzlige Situation in Spielminute 64: SVM-Keeper Erik Domaschke parierte aber einen Schuss von Zwickaus Lokotsch aus acht Metern stark per Fuß ab. Der FSV blieb brandgefährlich. SVM-Cheftrainer Rico Schmitt wechselte: Für Chris Hemlein und Mike Bähre kamen Lukas Krüger und Beyhan Ametov (77.).


Beide Teams drängten auf den Führungstreffer. Nach Ecke köpfte Morgan Faßbender aus kurzer Distanz den Ball an die Querlatte (80.). Pech in dieser Situation für den SVM. Die Führung in der jetzt hektischen Partie für Zwickau zwei Minuten später: Zunächst parierte Erik Domaschke stark, doch bei der versuchten Rettungsaktion schoss der sonst gut aufspielende Morgan Faßbender Zwickaus Starke an. Der Ball ging zum 1:2 hinter die Linie (82.). In der Nachspielzeit erhöhte Baumann nach einer unglücklichen Abwehraktion von SVM-Keeper Erik Domaschke auf 3:1 für den FSV.


SVM-Cheftrainer Rico Schmitt nach dem Spiel: „Das war keine gute Leistung von uns. Der Sieg für Zwickau geht absolut in Ordnung. Erst nach gut 20 Minuten haben wir etwas mehr Zugriff bekommen. Mit dem 1:1 zur Halbzeit konnten wir zufrieden sein. Danach blieb es viel Stückwerk, wir hatten kaum klare Aktionen nach vorn. Wir haben es insgesamt nicht geschafft, an unsere Top-Leistung heranzukommen. Das sind jetzt zwei sehr harte Ergebnisse in den beiden letzten Spielen. Wir sind auf dem Boden der Realität gelandet. Es ist totenstill in der Kabine. Wir sind alle sehr enttäuscht. Bei uns muss ganz viel passen, dass wir ein Spiel gewinnen. Wir können es anders! Das ist wichtig.“


Tore:

0:1 L. Horn (3.)

1:1 (32., Eigentor)

1:2 Starke (82.)

1:3 D. Baumann (90. +1)


SV Meppen: Domaschke - Ballmert, Puttkammer, Bünning, Dombrowka - Bähre (76. Ametov), Blacha (89. Dombrowa) - Hemlein (76. L. Krüger), Tankulic, Faßbender - Sukuta-Pasu


FSV Zwickau: Brinkies - Butzen, Nkansah, Reinthaler, Schikora - M. Hauptmann (77. Starke), Könnecke (67. Coskun), Möker, L. Horn - Lokotsch (77. R. König), Gómez (56. D. Baumann)


Zuschauer: 500 zugelassen