Verkrampft und ohne echte Torgefahr


Das war im Abstiegskampf viel zu wenig. Der SV Meppen verliert gegen den VfB Lübeck in der heimische Hänsch-Arena mit 0:2 (0:0). Das Team von SVM-Cheftrainer Rico Schmitt wirkte verkrampft und spielerisch viel zu ungefährlich.


Cheftrainer Rico Schmitt änderte die Startelf auf drei Positionen: Janik Jesgarzewski verteidigte links für Hassan Amin, der sich in der letzten Partie leider die Kniescheibe gebrochen hatte und für den Rest der Saison ausfällt. Lukas Krüger und Marcus Piossek kamen für René Guder und Julius Düker.


Es ging gleich mit Tempo zur Sache. Der SVM begann mit viel Schwung. In der neunten Minute zog Dejan Bozic ab, Lübeck-Keeper Raeder holte den Ball aus dem rechten Winkel. Erste richtig gute Chance für unser Team. Nur eine Minute später nahm Luka Tankulic eine Flanke volley – auch diesen Schuss konnte der Lübecker Schlussmann abwehren (10.). Guter Beginn für den SVM. Der VfB begann engagierter und mutiger als zuletzt bei der Heimniederlage gegen Wiesbaden (0:3).


Nach engagiertem Beginn verflachte die Partie bis zur 30. Minute, Torszenen gab es auf beiden Seiten kaum. Weitere gute Gelegenheit dann aber in der 38. Spielminute: Nach Vorarbeit von Dejan Bozic im Strafraum zog Marcus Piossek ab. Seinen guten Schuss konnte der VfB-Keeper um den Pfosten lenken. Gefahr dann auch auf der Gegenseite: Lübeck brachte den Ball in den Fünfer wo Hertner das Leder an den Außenpfosten schoss (42.) Torlos ging es in die Halbzeitpause. Es war bis dahin eine ausgeglichene Partie, in der der SVM ein Chancenplus hatte.


Ohne personelle Wechsel ging es weiter. Außerhalb der Hänsch-Arena machten sich SVM-Anhänger lautstark bemerkbar und unterstützten das Team mit Trommeln und Gesängen. Dann die 55. Minute: Nach Pass aus dem Mittelkreis kam der Ball ungehindert zu Thorben Deters und ausgerechnet der Ex-Meppener traf von der Strafraumlinie zum 0:1 für die Lübecker. SVM-Cheftrainer Rico Schmitt wechselte: Willi Evseev und René Guder kamen für Lukas Krüger und Marcus Piossek (59.). Die Partie wurde noch intensiver. Viele Fouls unterbrachen allerdings den Spielfluss. Fast das nächste Tor für Lübeck: Wieder zog Deters aus elf Metern ab, SVM-Keeper Erik Domaschke konnte den Ball an die Latte lenken (67.). Unser Team bis dahin ohne Torchance in der zweiten Hälfte.


Nächster Wechsel beim SVM: Tom Boere und Julius Düker ersetzten Luka Tankulic und Dejan Bozic (68.). In der 81. Minute kam dann schließlich noch Ted Tattermusch für Chris Hemlein. Vorentscheidung in der 83. Minute: Lübecks Martin Röser verwandelte nach einem Foulspiel an Tim Kircher den fälligen Elfmeter zum 0:2-Endstand (84.). Der SVM wirkte langsamer und nicht im Kopf frei. Bei den verbleibenden zwei Spielen (in Saarbrücken und zu Hause gegen Duisburg) muss zwingend eine deutliche Steigerung her.


SVM-Cheftrainer Rico Schmitt nach dem Spiel: „Das war ein schlechtes Spiel von uns. Natürlich wollten wir anders auftreten und gewinnen. Die Körpersprache passte in vielen Situationen nicht. Das Team wirkte gehemmt und zu kopflastig. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, nicht auf das Feld bekommen.“

Tore:

0:1 Deters (55.)

0:2 M. Röser (84., Foulelfmeter)

SV Meppen: Domaschke - Ballmert, Al-Hazaimeh, Bünning, Jesgarzewski - Egerer - Piossek (59. Evseev), Tankulic (69. Boere) - Krüger (59. Guder), Bozic (69. Düker), Hemlein (81. Tattermusch)


VfB Lübeck: Raeder - Malone (70. Okungbowa), Grupe, Rieble - Thiel (78. Wolf), Mende (78. Kircher), Boland, Hertner (65. Ramaj) - Y. Deichmann, Deters (78. M. Röser) - Benyamina

Zuschauer: keine zugelassen