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Klare, verdiente Niederlage


Im Flutlichtspiel am Freitagabend münzte der SV Wehen Wiesbaden seine Chancen in Tore um, während der SVM in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten liegen ließ. In der zweiten Hälfte waren wir schlichtweg offensiv zu harmlos. Das Resultat war eine klare 0:4-Niederlage (0:2) in der heimischen Hänsch-Arena Meppen.


Im Vergleich zum 0:0-Unentschieden in Magdeburg veränderte SVM-Cheftrainer Rico Schmitt seine Mannschaft auf sechs Positionen. Neu in der Startformation waren Ballmert, Bünning, Fedl, Bähre, Faßbender und Keeper Frommann, der nach langer Verletzungspause sein Comeback gab. Harsman, Kugland, Hinnenkamp, Piossek, Dombrowka und Feigenspan machten für sie Platz.


Unser Team setzte zunächst auf schnelles Umschaltspiel und überließ dem SVWW den Ball. In einer intensiven Anfangsphase kam der SVM dann zur ersten großen Chance der Partie. Janik Jesgarzewski setzte sich auf der linken Seite stark durch und fand mit einem Chipball Luka Tankulic im Sechzehner. Seinen Kopfball konnte Torwart Stritzel noch abwehren (6.). Gute Gelegenheit! Doch auf der Gegenseite fiel der erste Treffer. Wurtz trat zum Freistoß aus halblinker Position an und versenkte den Ball über die Mauer in der linken unteren Ecke (11.).

Nach dem Gegentreffer erhöhte der SVM den Druck und setzte mehr offensive Akzente. Besonders die Standards kreierten Gefahr im Wiesbadener Strafraum. Chris Hemleins direkte Ecke (29.) und Lars Bünnings Abschluss neben das Tor nach einem Freistoß (33.) waren hierfür gute Beispiele. Dann wieder eine gute Chance nach einem Freistoß für den SV Meppen! Am Rande des Sechzehners zog Chris Hemlein die Kugel mit dem Vollspann direkt auf das kurze Eck – doch Stritzel parierte zur Seite. Viele gute Chancen in wenigen Minuten! Doch auf der Gegenseite spielte Wiesbaden es besser zu Ende. Brumme hatte auf der linken Seite viel Platz, gab den Ball flach in die Mitte zum einlaufenden Goppel, der den Ball nur noch einschieben musste (46.). Ärgerlicher Rückstand zur zweiten Halbzeit.


Die begann zunächst ohne große Highlights. Der SVM kam besser ins Spiel, während Wiesbaden sich etwas tiefer fallen ließ. Dann wechselte Rico Schmitt erstmals in Minute 62: für Lukas Krüger und Mike Bähre betraten Jeron Al-Hazaimeh und Beyhan Amteov das Spielfeld. Al-Hazaimeh ordnete sich vorne im Angriff ein. Eine Einzelaktion im Anschluss führte zum dritten Gegentreffer. Brumme dribbelte mit dem Ball in die Box und schloss in die kurze Ecke ab (64.). Nun war die Luft aus unserem Offensivspiel merklich raus. Einen weiteren Wiesbadener Treffer pfiff das Schiedsrichtergespann nach einer vermeintlichen Abseitsposition von Iredale ab – eine Fehlentscheidung, es hätte 0:4 stehen müssen (68.).


Ein weiterer Doppelwechsel in der 73. Spielminute: Yannick Osée und Tobias Dombrowa ersetzten Chris Hemlein und Janik Jesgarzewski. Dann fiel doch noch das 0:4: einen langen Ball in die Tiefe erwischte Constantin Frommann nicht, so konnte Iredale den Ball ins leere Tor schieben (80.). In den Schlussminuten setzte Luka Tankulic einen Freistoß am Strafraumrand knapp neben den rechten Pfosten (89.). Mit der Aktion war die Partie pünktlich vorbei, die drei Punkte gehen verdient nach Wiesbaden.


Rico Schmitt zog ein Fazit auf der anschließenden Pressekonferenz: „Nach dem Magdeburg-Spiel hatten wir die Euphorie in der Mannschaft eigentlich zurück. Jetzt sind wir wieder ernüchtert, wir konnten diese Euphorie aus den letzten zwei Spielen nicht mitnehmen. Es war eine ausgeglichene erste Halbzeit, nach der wir dann umgestellt haben. Das 0:3 hat uns aber den Stecker gezogen, das hat man dann gemerkt. Was ich noch ganz klar betonen möchte: der Conni Frommann hat das Spiel hier nicht verloren, sondern ich mit meiner Mannschaft habe das Spiel verloren. Eine tiefe Enttäuschung steckt auch in mir drin. Vor allem die zweite Halbzeit bleibt hängen. Die hohe Effektivität aus der Hinrunde – wie heute bei Wiesbaden – haben wir noch nicht wiederentdeckt. Das gilt es nun aufzuarbeiten – und das sind keine Durchhalteparolen.“


Tore:

0:1 Wurtz (11.)

0:2 Goppel (45. +1)

0:3 Brumme (64.)

0:4 Iredale (80.)


Aufstellungen:

SV Meppen: C. Frommann - Fedl, Puttkammer, Bünning (89. Klöpper) - L. Krüger (62. Ametov), Ballmert, Jesgarzewski (73. Osée) - Hemlein (73. Dombrowa), Bähre (62. Al-Hazaimeh) - Faßbender, Tankulic

SV Wehen Wiesbaden: Stritzel - Stanic, Mockenhaupt, Carstens, Fechner - Kurt (84. Farouk), B. Jacobsen - Goppel (81. Thiel), Wurtz (81. Hollerbach), Brumme (84. Prokop) - P. Sliskovic (46. Iredale)


Zuschauer: 6609

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