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In Memoriam Erwin Vorloeper

Foto: Hans Vinke (Archiv)
Foto: Hans Vinke (Archiv)

Erwin Vorloeper hat von 1959 bis 1964 für die erste Mannschaft des SV Meppen gespielt. Seine Höhepunkte waren die Meisterschaften 1961 und 1964. Nach dem ersten Titelgewinn des vielseitigen Fußballers sind die Emsländer in die damals zweithöchste Liga, die Amateuroberliga Niedersachsen West, aufgestiegen. Vorloeper ist am 8. Februar im Alter von 84 Jahren verstorben.

Der am 13. Juli 1941 im westpreußischen Konitz geborene Vorloeper fand den Weg über die Jugend-Kreisauswahl zum Nachwuchs des SVM. Er kam von Union Meppen. Seine Punktspielpremiere für den Erste der Blau-Weißen bestritt er am 23. August 1959 unter Trainer Gerd Timmer gegen TuRa Melle. Meppen siegte nach einem 0:3-Rückstand noch 5:3. Am Saisonende reichte es zu Platz fünf.


1961 machte der SVM mit einem 6:0-Heimsieg die Meisterschaft in der Amateuroberliga Niedersachsen, Staffel 8, perfekt. Fünf Tore erzielte Gerd Sand. Den sechsten schoss der mit dem linken wie dem rechten Fuß starke Außenstürmer Vorloeper, der zudem einen Treffer vorbereitete.

In der Aufstiegsrunde setzte sich Meppen mit einem 11:0 vor 2000 Zuschauern am letzten Spieltag gegen den TuS Heidkrug souverän durch. Auch Vorloeper steuerte einen Treffer bei. Der SVM spielte in der zweithöchsten Klasse - direkt unter der fünfgeteilten Oberliga (Nord, West, Südwest, Süd, Berlin). Die Bundesliga wurde erst 1963 eingeführt.


Beim 50-jährigen Vereinsbestehen des SV Meppen spielten Vorloeper und Co. im Mai 1962 gegen den damaligen West-Oberligisten Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen-Elf, die 1960 den DFB-Pokal gewonnen hatte (3:2 im Finale gegen den Karlsruher SC), siegte knapp mit 2:1.


1964 klopfte der SV Meppen ans Tor zur dann zweitklassigen Regionalliga Nord. Sechs Spieltage vor Saisonende lag das Team von Horst Witzler noch sechs Punkte hinter Olympia Wilhelmshaven. Eine Hypothek wegen der damals geltenden Zwei-Punkte-Regel. Doch nach dem letzten Spieltag waren Meppen und Wilhelmshaven punktgleich vorn. Im Entscheidungsspiel am Donnerschwee in Oldenburg siegten die Emsländer 1:0.


In der Aufstiegsrunde belegte Meppen hinter Raspo Harburg (10:2 Punkte), und dem VfL Oldesloe (7:5) mit 4:8 Zählern den dritten Rang vor Leu Braunschweig (3:9). In vier der sechs Partien blieb der mit 85 Toren treffsicherste Sturm der Amateuroberliga Niedersachsen West ohne Torerfolg. Der SVM spielte künftig in der eingleisigen Landesliga (dritthöchste Liga).


Vorloeper allerdings verabschiedete sich nach 105 Punktspielen und 29 Toren. 1966 kehrte er mit der Auswahlmannschaft der Uni Münster zu einem freundschaftlichen Vergleich nach Meppen zurück - und siegte 3:2. Mit Münster feierte er 1967 die deutsche Hochschulmeisterschaft (3:2 gegen die TH Karlsruhe).


Vom SVM kehrte Vorloeper zu Union Meppen zurück, die ein Jahr später in die Bezirksliga aufgestiegen ist. 1968 wechselte der Pädagoge zum Verbandsligisten Amisia Papenburg, 1973 zum TuS Aschendorf in die Bezirksklasse. Mit den Amisen lieferte er sich zwei Duelle gegen Nord-Bundesligisten: 1969 unterlagen die Papenburger dem Hamburger SV vor mehr als 5000 Zuschauern 0:8. Beim Gast liefen auch Uwe Seeler, der per Strafstoß traf, Arkoc Öczan, Jürgen Kurbjuhn und Franz-Josef Hönig auf. 1973 folgte ein 2:10 gegen Werder Bremen mit Dieter Burdenski, Horst-Dieter Höttges, Rudi Assauer, Karl-Heinz Kamp und Trainer „Sepp“ Piontek.

 
 
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