Die „kleinen“ Bayern kommen


Der SVM hat am Mittwoch nach einer guten Leistung am vergangenen Wochenende gegen Waldhof Mannheim mit dem 1:0-Auswärtssieg einen herben Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt erlitten: Die Mannschaft von Cheftrainer Torsten Frings verlor das Nachholspiel in der heimischen Hänsch-Arena in Unterzahl mit 4:0 gegen den KFC Uerdingen.


Jeron Al-Hazaimeh sah bereits in der ersten Halbzeit die rote Karte. Mit zehn Mann musste das Team eine verdiente Niederlage hinnehmen, sodass der zuvor in sechs Spielen sieglose Konkurrent aus Krefeld auf vier Punkte heranrücken konnte.


Am morgigen Sonntag gilt es nun umso mehr gegen den direkten Tabellennachbarn aus München zu punkten. Konnte der FCB II in der vergangenen Saison noch die Meisterschaft in der dritten Fußballliga feiern, macht sich der alljährliche Umbruch in der Mannschaft in dieser Spielzeit deutlicher bemerkbar.


Nichtsdestotrotz verfügt der Kader von Trainer Holger Seitz über eine enorme Qualität. So wurde im Wintertransferfenster u.a. Dimitri Oberlin vom FC Basel verpflichtet, der bereits in der Champions League getroffen hat. Mit einem Kaderwert von über 18 Millionen Euro (lt. Transfermarkt.de) sind die Bayern in der Liga das Maß der Dinge. Die Zweitvertretung vom FCB konnte aus den vergangenen sieben Spielen nur einen Sieg holen und ist somit ebenfalls unter Druck. Punktgleich (33) liegen die kleinen Bayern (Platz 13) mit dem besseren Torverhältnis vor dem SVM (14.). Das Hinspiel im Januar konnten die Münchener mit einem 2:0-Heimsieg für sich entscheiden.


Im Kader fehlen weiter die Langzeitverletzten Thilo Leugers und Keeper Matthis Harsman. Außerdem fallen Markus Ballmert (Syndesmosebandriss) und Mike Bähre (Adduktorenprobleme) aus. Jeron Al-Hazaimeh ist nach seiner roten Karte für ein Spiel gesperrt. Janik Jesgarzewski ist wieder fit und steht uns zur Verfügung.

SVM-Co-Trainer Björn Müller zum Gegner: „Bayern verfügt über eine hohe fußballerische Qualität. Ihr Spiel basiert auf Ballbesitz und Variabilität im Mittelfeld. Wir müssen hellwach sein und auf die ständigen Positionswechsel reagieren. Gegen Uerdingen haben wir vieles vermissen lassen, was uns stark macht. Da müssen wir ein anderes Gesicht zeigen. Gegen Bayern wollen wir die persönlichen Duelle gewinnen, um dann mit Ball schnell und konsequent für Gefahr zu sorgen.“