Der SV Meppen gratuliert: Peter Höfer wird heute 70
- Uli Mentrup
- vor 38 Minuten
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Peter Höfer hat von 1972 bis 1985 für den SV Meppen gespielt. Als Highlights bezeichnet er die Meisterschaft in der Landesliga und den Aufstieg in die Amateuroberliga Nord 1979 sowie das Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona drei Jahre später. Der gebürtige Meppener wird am heutigen Freitag 70 Jahre alt.
Der zuverlässige und konsequente Fußballer erfüllte seinen Auftrag zuerst im rechten Mittelfeld, dann als Außenverteidiger. „Ich war nie der Ausnahmespieler“, meint Höfer, der wichtiger Bestandteil der Meppener Mannschaft war und weitgehend ohne schwerere Verletzungen auf 269 Punktspieleinsätze (acht Tore) kam. Insgesamt trat er rund 400mal für den SVM an. Mit der niedersächsischen Polizeiauswahl wurde er 1977 deutscher Meister und danach zum Trainingslager der deutschen Auswahl in Oldenburg geladen. Dort bekamen allerdings Zweitliga-Spieler den Vortritt.
Als 15-Jähriger begann Höfer mit dem Fußballspielen. Von der B-Jugend von Union Meppen wechselte er 1972 zur A-Jugend des SV Meppen, die Rainer Persike trainierte. Weil er wegen der Ausbildung in Oldenburg nicht bei jeder Einheit dabeisein konnte, spielte Höfer bei den Senioren zunächst häufiger in der Zweiten und saß bei der Ersten auf der Bank. An die Punktspielpremiere in der Amateuroberliga kann sich Höfer noch gut erinnern. Er schoss in Göttingen gleich sein erstes Tor. Nach dem Spiel wollte ein Junge ein Autogramm. „Es war witzig, mir aber auch ein bisschen peinlich“, schmunzelt der Meppener. Es blieb sein einziges Autogramm. 1975 holte ihn Trainer Klaus Basikow fest in den Kader der ersten Mannschaft. Der ehemalige Auswahlspieler des Niedersächsischen Fußballverbandes verzeichnete in der Saison 33 Punktspieleinsätze.
1977 schaffte der SVM gerade noch den Klassenerhalt. Ein Jahr später stand nach der Trennung von Trainer Hermann Michel der Abstieg in die Landesliga fest. Unter Hans-Dieter Schmidt gelang der sofortige Wiederaufstieg. Nach 27:3 Punkten und 51:11 Toren schon zur Hälfte der Saison wurde Meppen souverän Meister (46:14/83:27). In der Aufstiegsrunde reichte es nach dem 3:1-Sieg gegen Bergedorf 85 am letzten Spieltag noch zum zweiten Platz. Im Entscheidungsspiel gewann der SVM vor 3000 Zuschauern in Stade 4:1 gegen den VfR Neumünster und kehrte in die dritthöchste Liga zurück. „Sicherlich der schönste Erfolg. 13 Spieler kamen aus dem Emsland“, sagt Höfer, darunter viele Talente aus den eigenen Reihen.
In schlechter Erinnerung hat der Fußballer den zweiten Auftritt der Meppener im DFB-Pokal 1979 beim 1. FC Kaiserslautern II. Nachdem der Stadionsprecher Witze über die Gäste „aus Ostfriesland“ gemacht habe, fühlte sich der SVM auch sportlich benachteiligt. „Wir wurden total verpfiffen.“ Das vermeintliche 1:0 durch Hajo Schlömer wurde wegen einer angeblichen Abseitsposition nicht anerkannt. Nach einer „Schwalbe“ von Höfers Gegenspieler fiel nach einem Strafstoß das 0:1. „Unsportlich“, urteilt der Emsländer. Als Schlömer nach einem Torwartkontakt die Rote Karte sah, rastete Höfer aus. Dafür bekam er wie auch Schlömer eine zehnwöchige Sperre aufgebrummt. Als die Mannschaft nach weiteren Vorfällen vorzeitig den Platz verlassen wollte, habe Schmidt dafür gesorgt, dass weitergespielt wurde. Am Ende hieß es 1:3.

„Ein Highlight“ war für Höfer das Spiel gegen den FC Barcelona mit Jungstar Diego Maradona vor einer Kulisse von mindestens 18.000 Zuschauern (0:5). Nach dem Abpfiff schnappten sich die Meppener Spieler aus einem Koffer in der Kabine der Katalanen Trikots. Höfer griff das des dänischen Flügelflitzers Allan Simonsen. Zufällig. „Eine schöne Erinnerung“, die er im Sportgeschäft, das er fast 44 Jahre gemeinsam mit Ehefrau Gabriele führte, ausstellte. Seinem Einsatz im Spiel gegen Barcelona verdankt Höfer auch einen Auftritt in der NDR-Sendung „Kaum zu glauben“ mit Kai Pflaume.
Nach seinem Abschied beim SVM spielte Höfer eine Saison beim TuS Lingen. Danach folgten eineinhalb Jahre als Spielertrainer beim SV Erika/Altenberge inklusive Aufstieg. Ein Kreuzbandriss beendete seine Karriere. Danach spielte er Tennis und jetzt Golf.
Beim SVM schaut Höfer nur selten zu. Zuletzt war er beim Spiel gegen den Bremer SV im Stadion. Das Niveau sei ein anderes als früher. Aber zu seiner Zeit wurde nur dreimal in der Woche trainiert. Der Aufstieg in die 3. Liga sei wichtig für die Stadt Meppen und das gesamte Emsland.
Höfer, dessen Sohn Eike auch für den SVM aufgelaufen ist, hat noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern wie etwa Alo Weusthof, Hubert Hüring, Bernd Kugler, Hermann Rülander. Klaus Basikow habe zu seiner Zeit in Meppen einen Kegelclub gegründet, der noch immer existiert. „Wir kegeln nicht mehr, jetzt wird halt gequatscht.“ Natürlich auch über Fußball




