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Der SV Meppen gratuliert: Frank Faltin wird heute 60


Für Frank Faltin hat sich ein Traum erfüllt: Der gebürtige Meppener hat mit dem SV Meppen 1987 den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Zwei Jahre führte er die Mannschaft seines „Herzensvereins“ als Kapitän in der zweithöchsten Klasse an. „Das macht mich stolz“, sagt der Innenverteidiger, der heute 60 Jahre alt wird. Rund die Hälfte seines Lebens war er für die Blau-Weißen aktiv.


1971, erinnert sich Faltin, habe er zunächst ohne Wissen der Eltern, die später tatkräftig unterstützten, beim SV Meppen begonnen. „Ich wollte unbedingt da hin.“ Er begann als Stürmer. In der A-Jugend, die gerade in die höchste Klasse aufgestiegen war, beorderte Trainer Rainer Persike den langen Fußballer in die Abwehr. „Das hat gut geklappt“, glaubt Faltin, dass er in der Offensive keine so hochkarätige Entwicklung gemacht hätte.


Gerade bei den Senioren angekommen, feierte Faltin sein erstes Highlight. Er stand am 3. August 1983 als 18-jähriger Meppener Junge beim Duell gegen den FC Barcelona mit Weltstar Diego Maradona in der Startelf. Sein Gegenspieler war Quiny, der spanische Fußballer des Jahres 1979. „Ich habe dachte, was soll jetzt noch kommen“, erinnert er sich. Es folgten noch einige Highlights.


Fünf Tage später gab Faltin unter Hans-Dieter Schmidt seine Punktspielpremiere in der Oberliga gegen den FC St. Pauli. „Ich war gleich Stammspieler“, absolvierte er im ersten Herrenjahr 30 Partien. Angebote gab es später vom damaligen Erstligisten Eintracht Braunschweig und vom ambitionierten Zweitligisten VfL Wolfsburg

Die Mannschaft entwickelte sich kontinuierlich, schaffte 1987 den Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Wir haben gesagt, wenn wir im letzten Heimspiel gegen Hertha BSC noch eine Chance haben, brennt hier die Hütte.“ Und sie brannte lichterloh. 15.000 Zuschauer kamen beim 1:1 auf ihre Kosten. „Wir hatten vor dem letzten Spiel in Erkenschwick alles in der eigenen Hand und haben es nur mit Emsländern geschafft.“


„Die eingeschworene Truppe“ setzte sich durch, trotz aller Widrigkeiten. Zum Spiel an einem Mittwochabend in Berlin flogen die Meppener morgens ab Bremen, kehrten über Hannover in derselben Nacht zurück. Nach dem Aufstieg unterzeichneten die Spieler Verträge über 1100 DM. „Geld spielte damals keine Rolle, Hauptsache man war dabei!“ Faltin arbeitete stundenweise als Industriekaufmann. Niemand ahnte, dass Meppen elf Jahre in der 2. Bundesliga bleiben würde. Von 1993 bis 1995 ging Faltin als Kapitän voran.


Faltin absolvierte 204 Zweitligaspiele, in denen er fünf Tore schoss. Nach seinem Kopfballtreffer gegen Chemnitz im April 1993 feierten ihn die Fans mit Gesängen als „Falle, unser Fußballgott“. Das Lied begleitete den Spieler bis zum Karriereende. Insgesamt brachte er es mit 341 Punktspielen für die Erste auf Platz acht der ewigen Einsatzbestenbliste.

Zu seinen Zweitliga-Highlights zählt Faltin die Derbys gegen den VfL Osnabrück: zwei 2:3-Niederlagen an der Bremer Brücke wegen der unglaublichen Stimmung. Den ersten Heimerfolg und den ersten 3:1-Sieg beim VfL: „Da haben wir gefeiert und Osnabrück stumm hinterlassen“.


Nach einem Intermezzo beim BV Cloppenburg kehrte Faltin 1996 zur Meppener Zweiten zurück, in der er gemeinsam mit Josef Menke spielte, trainierte dann drei Jahre die A-Jugend. Berufsbegleitend machte er ein BWL-Abendstudium. Seine Frau Barbara habe voll dahinter gestanden und zu Hause „alles allein gewuppt“ mit den kleinen Kindern Julia und Christopher. Von 2002 bis Ende August 2003 war der Meppener Co-Trainer unter Andreas Helmer.


Faltin, der 2012 von den Fans in die Jahrhundertelf gewählt wurde, ist seit 52 Jahren Mitglied des SVM. Er schätzt die grundsolide Arbeit und nennt beispielhaft den ehemaligen Präsidenten Wolfgang Gersmann „einen absoluten Ehrenmann”. Ein Handschlag galt. Er freut sich über die echten Freundschaften, die im damaligen Zweitliga-Team entstanden sind. „Wir treffen uns regelmäßig.” Geblieben ist das Interesse am SVM. Faltin verfolgt alle Spiele, etwa die Hälfte der Heimpartien im Stadion.

Duell mit Weltstar Diego Maradona: Frank Faltin (r.), Josef Menke und Wolfgang Hohmann (l).

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