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Aufstiegsparty trotz Niederlage

Foto: Dr. Werner Scholz
Foto: Dr. Werner Scholz

Nach 18 ungeschlagenen Spielen in Folge hat der SV Meppen wieder eine Niederlage einstecken müssen. Gegen den Bremer SV zog das Team von Trainer Lucas Beniermann mit 2:3 (1:1) vor 12.865 Zuschauern in der ausverkauften Hänsch-Arena den Kürzeren. Zwar musste der SVM seine Meisterfeier somit verschieben, jedoch nur um circa vier Stunden.

 

Für den SV Meppen hätte die Partie bereits nach zehn Minuten nach hinten losgehen können. Leon Gino Schmidt machte sich kurz nach der Mittellinie alleine auf den langen Weg zum Meppener Tor. Mit einem Lupfer wollte Schmidt den Ball ins Gehäuse der Gastgeber bugsieren. Doch SVM-Schlussmann Julius Pünt riss mit einem starken Reflex die Arme hoch und vereitelte den Einschlag.

 

Die Emsländer wirkten nervös. Vermehrt waren Abspielfehler die Folge. Der Bremer SV versuchte die Meppener Unsicherheiten für sich zu nutzen. Ken Tchouange vergab in der 16. Minute aus halblinker Position. Der SVM näherte sich in der 30. Minute erstmals gefährlich dem Kasten der Gäste. Nach einer flachen Hereingabe von Oliver Issa Schmitt berührte Julian Ulbricht den Ball mit der Fußaußenseite, verfehlte sein Ziel jedoch knapp.

 

Besser machte es Luis Sprekelmeyer zwei Minuten später. Nach einer Ecke von Thorben Deters köpfte der Verteidiger aus kurzer Distanz zum 1:0 ein. Die Führung sollte allerdings nicht lange halten. In der 36. Minute glich Joshua Dudock per Kopfball nach einem Freistoß aus.

 

Das Unentschieden hätte den Meppenern zum vorzeitigen Aufstieg gereicht. Als Schmitt nach Vorlage von Dominique Domröse in der 53. Minute auf 2:1 stellte, fühlte es sich bereits wie eine Vorentscheidung an. Doch wiederum nur vier Zeigerumdrehungen später lenkte Sprekelmeyer einen Schuss unglücklich ins eigene Tor ab – 2:2.

 

Die Minuten in der Hänsch-Arena verflogen. Als zum Ende der Partie drei Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden, machten sich die Meppen-Anhänger bereit für einen Platzsturm. Stadionsprecher Mike Flägel hatte bereits Anweisung gegeben, wie sich die Fans auf dem Platz nach Abpfiff zu verhalten hätten. Die Fans skandierten: „Nie mehr 4. Liga!“ Doch es sollte anders kommen: Wenige Sekunden vor dem Ende knallte Moritz Busch das runde Leder mit einem Sonntagsschuss zum 2:3 in die Meppener Maschen. Ein Schock für den SV Meppen. Im weiten Rund der Hänsch-Arena herrschte absolute Stille. Enttäuschte Gesichter aufseiten der Gastgeber.

 

Die einzige Möglichkeit, den Tag doch noch mit der Aufstiegsfeier enden zu lassen, war ein Punktverlust des VfB Oldenburg beim Duell gegen SC Weiche Flensburg. Die Partie wurde erst um 18 Uhr angepfiffen. Gebannt verfolgte man die Begegnung im Emsland. Als der Abpfiff beim 2:1 für die Flensburger ertönte, knallten in ganz Meppen die Sektkorken.

 

Damit steht das Team von Meistertrainer Lucas Beniermann als Aufsteiger in die 3. Liga fest!

 

Aufstellung: Pünt – Mißner (68. Haritonov), Fedl, Sprekelmeyer, Domröse, Zenga, Zehir, Schmitt (90. Wessels), Deters (58. Wensing), Stuhlmacher (75. Tasov), Ulbricht (80. Engelmann).

 

Tore: 1:0 Sprekelmeyer (32.), 1:1 Dudock (36.), 2:1 Schmitt (53.), 2:2 Sprekelmeyer (57., Eigentor), 2:3 Busch (90.+3).

 

Zuschauer: 12.865

 
 
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