2:2 auf dem Betzenberg


Der SV Meppen holt beim 1. FC Kaiserslautern einen Punkt. Gleich zweimal ging das Team von Cheftrainer Torsten Frings in Führung. Ein Sieg bei den Roten Teufeln wäre drin gewesen. Auch weil es einen weiteren Elfmeter hätte geben müssen. Insgesamt aber ein gutes Auswärtsspiel.


SVM-Cheftrainer Torsten Frings wechselte im Vergleich zum Spiel gegen den Halleschen FC einmal: Für den leicht angeschlagenen Yannik Osée begann Lars Bünning in der Innenverteidigung. In der fünften Minute erste Gefahr vor dem SVM-Tor.


Nach einer Unkonzentriertheit landete der Ball beim Ex-Meppener Marius Kleinsorge, der plötzlich frei vor Erik Domaschke auftauchte, aber nicht an ihm vorbeikam. Beide Teams begannen engagiert. Die ersten zwanzig Minuten gestalteten sich allerdings zerfahren – auf beiden Seiten bestimmten zunächst viele Fehler die Partie auf dem legendären Betzenberg. Der SVM kam einige Male mutig nach vorn, es fehlte beim letzten Pass aber oft die Präzision.


Doch unser Team kam besser ins Spiel und erarbeitete sich mehr Ballbesitz als Lautern – und belohnte sich sehenswert: Nach Flanke von René Guder war Chris Hemlein zur Stelle. Der Ex-Lauterer köpfte den Ball am linken Pfosten in die Maschen. Das Leder hatte dabei zunächst noch die Latte berührt, flog aber zur 1:0-Führung für den SVM hinter die Linie (29.).


Doch Lautern erhöhte ebenfalls den Druck. In der 38. Minute kamen die Roten Teufel nach schöner Kombination mit Doppelpass in den Strafraum, wo schließlich Marlon Ritter den 1:1-Ausgleich erzielte. Mit dem Unentschieden ging es in die Halbzeitpause.


Keine 40 Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt als René Guder und Luka Tankulic den Ball nach vorn brachten. Dort zerrte Lauterns Rieder SVM-Stürmer Tom Boere zu Boden. Klare Sache: Foulelfmeter. Tom Boere verwandelte sicher in die linke Ecke – die 2:1- Führung für den SVM (47.). Unser Team kam insgesamt stark aus der Pause. Nächste Torgelegenheit in der 54. Minute: Mike Bähres Kopfball aus kurzer Distanz ging nur knapp am Kasten vorbei.


Lautern-Trainer Marco Antwerpen reagierte und wechselte innerhalb von drei Minuten gleich fünfmal aus. Und bewies dabei ein glückliches Händchen. SVM-Keeper Erik Domaschke konnte eine Direktabnahme noch abwehren, doch den abgeprallten Ball köpfte der eingewechselte Elias Huth zum 2:2-Ausgleich (59.) Das Spiel blieb ein spannender Schlagabtausch. Kurz danach Glück für die Roten Teufel: René Guder wurde an der Strafraumkante gefoult, der Schiedsrichter zeigte aber nicht auf den Punkt (61.) Die TV-Bilder zeigten jedoch, dass das Foul innerhalb des Strafraums war – es hätte hier Elfmeter geben müssen.


Mike Bähres Schuss aus der Drehung nach Eckball ging im weiteren Verlauf des packenden Spiels drüber (67.). Doppelwechsel dann beim SVM: Lukas Krüger und Willi Evseev kamen für Chris Hemlein und Luka Tankulic (70.). Beide Mannschaften spielten weiter mit hohem Tempo und Druck auf Sieg. Erneuter Wechsel in der 75. Minute: Für Tom Boere kam Dejan Bozic in die Partie. Dem bot sich in der Schlussphase noch die Möglichkeit zur dritten Führung doch Avdo Spahic wehrte seinen harten Schuss aufs kurze Eck ab (81.). Es blieb beim 2:2 auf dem Betzenberg in Kaiserslautern.


SVM-Cheftrainer Torsten Frings nach dem Spiel: „Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Ich glaube, dass wir hier mehr verdient gehabt hätten. Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht. Zum Schluss müssen wir aber mit dem Punkt leben. Wir wussten, dass der 1.FCK einen anderen Fußball spielt seit Marco Antwerpen hier ist. Sie spielen aggressiv und sehr hohes Pressing, aber wir haben es sehr ordentlich gemacht und uns immer wieder gut rausgespielt. Ich bin zufrieden mit dem Punkt, aber auch drei Punkte wären drin gewesen.“

Tore:

0:1 Hemlein (29.)

1:1 Ritter (39.)

1:2 Boere (47., Foulelfmeter)

2:2 E. Huth (59.)


Kaiserslautern: A. Spahic - J. Zimmer (55. Senger), Rieder, Winkler (55. Hercher), Zuck (58. E. Huth) - Ouahim, Ciftci - Redondo (55. Gözütok), Ritter, Kleinsorge - Hanslik (57. Bakhat)


SV Meppen: Domaschke - Jesgarzewski, Al-Hazaimeh, Bünning, Amin - Egerer, Bähre (90. Osée) - Guder, Tankulic (70. Evseev), Hemlein (70. Krüger) - Boere (75. Bozic)

Zuschauer: keine

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