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„Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen!“


Nach neun Wochen Pause startet ab heute die 3. Liga mit dem 18. Spieltag in den Rest der Saison. Der SV Meppen geht aktuell als Tabellenvorletzter in das neue Jahr. Eine schwierige Situation. Unser Team ist am Sonntag (13 Uhr) bei Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden gefordert. Ich habe mit SVM-Cheftrainer Stefan Krämer über die Vorbereitung, die aktuelle Situation im Kader und das gesprochen, worauf es jetzt ankommt.


Stefan, welches Fazit ziehst Du aus der Vorbereitung?

„Das Fazit ist, dass wir sehr viel gemacht haben und fleißig waren – vor allem im körperlichen Bereich. Es gab auch in der Weihnachtspause eigentlich keine Unterbrechung. Die Jungs mussten extrem viel machen. Sie hatten einen vollen Plan, den alle fast übererfüllt haben. Was mich stört, sind natürlich die vielen angeschlagenen, verletzten Spieler. Da sind schon viele Spieler dabei, die man zu den ersten 15 Akteuren zählt. Wir haben immer noch eine lange Verletztenliste. Wenn das muskuläre Probleme wären, müssten wir überlegen, ob wir im Training überzogen haben. Aber es handelt sich um knöcherne Probleme oder Verletzungen, die mitgebracht wurden. Uns fehlen diese Jungs an allen Ecken und Enden und hoffen sehr, dass viele von denen möglichst schnell wieder zurückkommen.“


Wie weit sind die lange verletzt gewesenen Luka Tankulic und Willi Evseev?

„Beide arbeiten hart am Comeback. Tanku arbeitet wieder mit dem Ball. Ihn sehe ich eher auf dem Platz zurück als Willi, obwohl er nun zum Teil auch schon Läufe absolvieren konnte. Bei beiden brauchen wir noch Geduld.“


Wie sieht es vor dem Spiel in Dresden im Kader aus?

„Ganz aktuell fällt leider Keeper Jonas Kersken aus. Da gibt es wieder ein Problem mit der Schulter. Ihn nehmen wir nicht mit, das ist eine Vorsichtsmaßnahme. Ansonsten haben wir angeschlagen Samuel Abifade, Jonas Fedl, Mirnes Pepic, Paul Manske, Steffen Puttkammer und eben Luka Tankulic und Willi Evseev nicht dabei. Man sieht schon, dass das eine Menge ist. Die Jungs haben uns auch in den Vorbereitungsspielen gefehlt. Das sind Spieler, die jetzt schon länger nicht voll trainieren können und wieder herangeführt werden müssen.“


Wie schätzt Du die absolvierten Testspiele ein?

„Die Leistungen fand ich über weite Strecken ganz ansprechend. Aber wenn man ganz ehrlich ist, war es auch ein Spiegelbild der Hinrunde. Wir haben uns ganz vernünftig verkauft, aber alle drei Spiele verloren.“


Mit Marek Janssen und Luca Prasse sind zwei neue Offensivspieler gekommen. Wie wahrscheinlich sind weitere Neuverpflichtungen und auf welchen Positionen würdest Du Dir noch welche wünschen?

„Wegen der aktuellen Situation und der Verletztenmisere kann ich mir schon vorstellen, dass wir noch neue Spieler dazunehmen. Der Markt ist ja auch voll. Aber man muss realistisch und ehrlich sein. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten geben das im Moment nicht wirklich her. Natürlich haben wir Spieler im Blick, die uns definitiv helfen würden. Es ist die Frage, ob sie finanzierbar sind. Das Gute ist, dass die Transferperiode ja noch bis zum 31. Januar geht. Wir werden versuchen, etwas möglich zu machen. Wer das ist, und auf welcher Position, das werden wir dann sehen.“


Viele Fans machen sich auf Grund der Tabellensituation aktuell Sorgen. Was kannst Du denen sagen? Was macht Dich optimistisch, dass wir einen guten Start erwischen und am Ende das Ziel Klassenerhalt erreicht wird?

„Ich sehe die Jungs ja jeden Tag im Training. Und ich sehe alles andere als eine Mannschaft die tot ist. Die Mannschaft glaubt an sich. Bei vielen Spielen, auch wenn sich das nach einer so langen Serie von nicht gewonnen Partien etwas doof anhört, waren wir zumindest auf Augenhöhe. Diese Spiele müssen wir in der Rückrunde auf unsere Seite ziehen. Dann haben wir auch eine realistische und gute Chance, so viele Punkte zu holen, dass es reicht.“


Wie schätzt du Dynamo Dresden ein? Wie können wir gegen diesen Topgegner punkten?

„Dresden ist schon eine der Mannschaften, die ich am Ende auf den ersten drei Tabellenplätze sehe. Ich denke, das werden sie mit der Qualität im Team hinbekommen. Bei der Wucht, die im Stadion in Dresden entsteht, müssen wir engagiert dagegenhalten. Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen. Wir werden, wie in den Testspielen gegen Bundesligisten, wieder unsere offensiven Momente bekommen. Da bin ich ganz sicher. Gegen Düsseldorf haben wir unsere Chancen zumindest mal finalisiert. Die Chancen, die wir bekommen, müssen wir besser nutzen. Dann können wir auch gegen Dresden gewinnen!“

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