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Meppen verpasst das erlösende Tor, und verliert in der Nachspielzeit


Die Fußball-Frauen des SV Meppen haben heute Nachmittag einen bitteren Rückschlag im Kampf um den Wiederaufstieg in die Bundesliga erlitten. Durch ein Gegentor in der Nachspielzeit unterlag das Team von Cheftrainerin Carin Bakhuis dem FSV Gütersloh mit 0:1. Den entscheidenden Treffer erzielte ausgerechnet Linda Preuß (90.+5), die den SVM erst in der Winterpause zum Ligarivalen verlassen hatte.


Nach einer frühen Chance durch Kapitänin Sarah Schulte (4.) bestimmten die Meppenerinnen das Spiel, kamen aber zunächst nicht zu weiteren Abschlüssen. Nach 20 Minuten wurden auch die Gäste mutiger und offensiver. Der FSV näherte sich seinerseits dem Tor von Laura Sieger näher an. Bei einem Lattentreffer von Marie Schröder nach einer halben Stunde wäre die ansonsten sichere SVM-Torhüterin machtlos gewesen. Anschließend wurde der SVM wieder gefährlicher. Nach einer Ecke musste FSV-Keeperin Sarah Rolle retten. Und kurz vor der Pause hatte Stürmerin Vildan Kardesler nach einem Fehler in der FSV-Abwehr die größte Chance der ersten 45 Minuten. Doch auch sie scheiterte an Rolle. „In der ersten Hälfte standen wir in der Defensive sehr kompakt und hatten durch Umschaltmomente dicke Chancen, haben aber das mögliche Tor nicht gemacht“, so Carin Bakhuis.


Nach dem Seitenwechsel wurde das Meppener Spiel griffiger. Die kopfballstarken Innenverteidigerinnen Nina Rolfes und Toma Ihlenburg räumten die vielen langen Bälle des FSV sicher ab. Doch dem Aufbauspiel fehlte lange die Genauigkeit, so dass die 582 Besucherinnen und Besucher in der Hänsch-Arena über weite Phasen der Partie kein gutklassiges Spiel sahen. Nach 57 Minuten musste Laura Sieger den Rückstand verhindern, als sie einen Distanzschuss von Melanie Schuster zur Ecke abwehrte.


Die letzten 20 Minuten gehörten dem SVM. Angetrieben von Sarah Schulte wurden die Aktionen zwingender. Der Führungstreffer lag in der Luft. Die eingewechselte Ayleen Seyen hatte in der Meppener Drangphase nach 80 Minuten das 1:0 auf dem Fuß, ein Gütersloher Abwehrbein verhinderte aber auf der Torlinie den erlösenden Treffer. Der gelang dann kurz vor dem Schlusspfiff den Gästen. Durch einen Pass in die Schnittstelle zwischen die beiden Meppener Innenverteidigerinnen freigespielt, konnte Linda Preuß allein auf das Meppener Tor zulaufen und traf zum ganz bitteren 1:0 für das Team aus Ostwestfalen. Bakhuis: „Wir waren am Ende am Drücker, haben aber leider nicht getroffen. Dann lassen wir in einer Szene zu viel Raum, und es ist in die Hose gegangen.“


Der Preuß-Treffer bedeutete das Ende der Serie von sechs Spielen ohne Gegentor. Das letzte Mal bezwungen wurde Laura Sieger am 3. März bei der 0:1-Heimniederlage gegen die SG Andernach. Das nächste Spiel bestreitet das Bakhuis-Team am kommenden Sonntag (5. Mai) um 11 Uhr bei der zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt.

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