top of page

Heimniederlage gegen den Bremer SV


SV Meppen verliert Heimspiel gegen den Bremer SV vor 5425 Zuschauern

Vor 5425 Zuschauern hat der SV Meppen das Heimspiel in der Hänsch-Arena gegen den Bremer SV 0:1 verloren. Die personellen Sorgen werden nach der Roten Karte gegen Luis Sprekelmeyer und der Verletzung von Tobias Mißner größer.


Von Anfang an waren die SVM-Fans in dem Spiel auf mäßigem Niveau nicht zu überhören. Sie unterstützen die Mannschaft von Trainer Ernst Middendorp auch beim zweiten Heimspiel tatkräftig. Schon in der dritten Minute sahen sie die erste Gelegenheit der Emsländer: Nach einem Konter über Marek Janssen verhinderte ein Bremer den Pass auf die linke Seite, wo ein Meppener freie Bahn gehabt hätte. Beim Schuss von Linksverteidiger Tobias Mißner, der seine Punktspielpremiere für den SVM gab, wurde der Ball geblockt (14.).

Nach rund zehn MInuten fanden die Meppener, bei denen neben Mißner auch Sander van Looy erstmals in die Start-Elf rückte, besser ins Spiel. Als Lukas Eixler den Ball nach links passte, kam Prasse zum Abschluss. Bremens Torwart Malte Seemann wehrte zur Ecke ab (16.). Tim Möller verfehlte das Bremer Gehäuse mit einem Schuss von der Strafraumgrenze knapp (18.).

Danach verflachte die Partie. Meppen verlor den Schwung nach vorn. Die Gäste aus Bremen versuchten das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Sie kamen einige Male vor und in den Meppener Strafraum, aber kaum zu einer gefährlichen Situation. Erst als Sprekelmeyer sich ein wenig verschätzte, steuerte Fritz Kleiner auf Bennet Schmidt zu, doch der Meppener Keeper hatte keine Mühe. Bremens dreifacher Saisontorschütze Herdi Bukusu suchte die Chance zwischen den Meppener Linien, aber der in Aachen geborene und in Leverkusen ausgebildete Offensivspieler kam vor der Pause nicht zum Zuge.

Dabei musste der SVM nach einer halben Stunde in der Defensive schon wieder umstellen: Mißner wurde verletzt ausgewechselt. Für ihn kam der junge Joe Klöpper. Die Viererkette wechselte dreimal die Positionen. Luis Sprekelmeyer rückte aus der Innenverteidigung ganz nach rechts, daneben blieb für Sander van Looy alles unverändert. Neben ihm spielte Klöpper. Rechtsverteidiger Daniel Haritonov wechselte auf die linke Seite.

Erst kurz vor dem Seitenwechsel hatte der SVM wieder Möglichkeiten. Felix Golkowski beförderte den Ball hoch Richtung kurzen Pfosten, aber Seemann klärte erneut zur Ecke. Dann zog Kapitän Willi Evseev von rechts in den Strafraum, schloss mit dem linken Fuß ab, aber die Kugel fand nicht den Weg über die Torlinie.

Im zweiten Durchgang schickte Middendorp Tjark Reinert für Luca Prasse auf den Platz, stellte um auf eine Dreierkette. Was der Trainer wollte, machte er mit kreisenden Armbewegungen deutlich: Schwung, Schwung, Schwung. Marek Janssen hatte nach einer knappen Stunde die Führung auf dem Puschen. Nach Evseev-Freistoß bekam er das Leder im Fünfmeterraum serviert, erwischte es aber nicht richtig. So blieb es beim 0:0.


Nur wenig später änderten sich die Bedingungen für den Gastgeber. Luis Sprekelmeyer sah nach einem Foul an Fabio Orlick in der gegnerischen Hälfte die Rote Karte. Middendorp musste wieder umstellen. Nahm den offensiven Eixler herunter, dafür kam Jonathan Wensing. Nach einer kurzen Besprechung beim Trainer während der Behandlungspause stand in der Defensive wieder.


Dann kochten die Emotionen über: Herdi Bukusu schoss den Ball mit dem linken Fuß in den Winkel des Meppener Tores. Nach seinem vierten Saisontreffer feierte eine Bremer Spielertraube vor dem SVM-Fanblock. Die Emsländer fühlten sich provoziert. Spieler und Gegenspieler standen sich Kopf an Kopf gegenüber, es wurde gerangelt und geschoben. Schiedsrichter Julian Bergmann und ein Assistent gingen die Szene noch einmal durch. Danach sahen Meppens Teammanager Marcel Gebers und zudem ein Akteur von der Bremer Bank die Rote Karte, die in eine Rangelei verwickelt gewesen sein sollen.

Der SVM kam kaum noch gefährlich nach vorn. Doch fünf Minuten vor dem Abpfiff war die Gleichzahl wieder hergestellt. Bremens Justin Sauermilch sah nach einer Attacke gegen Wensing vor dem eigenen Strafraum die Gelbrote Karte. Nach dem Freistoß durch Reinert hatten die Fans den Torjubel auf den Lippen. Aber der über die Bremer Mauer gezirkelte Ball landete an der Latte.

Vier Minuten reguläre Spielzeit blieben noch für die Aufholjagd des Gastgebers mit Unterstützung der Fans. Acht Minuten Nachspielzeit gab es zusätzlich. Der junge Amin Muja kam für Felix Golkowski. Der 17-Jährige erhielt Szenenapplaus, als er bei einer 1:4-Unterzahl den gegnerischen Konter mit einem schnellen Sprint und Ballgewinn unterband.

Aber eine klare Chance ergab sich kaum mehr. Seemann angelte den Ball nach einem Schuss von Haritonov im Nachfassen, Janssen köpfte in der insgesamt 103. Minute den Ball vorbei. Bremens Trainer Sebastian Kmiec sprach von einem „dreckigen Sieg“.


Beim SV Meppen fehlten neben Kapitän Jonas Fedl (muskuläre Probleme), Niclas Wessels (Schienbeinbruch), Lars Spit (Zahn-Operation) und Louis Gravemann (Reha nach Verletzung am Syndesmoseband). Erstmals in dieser Saison saßen Torwarttrainer Erik Domaschke (neben Keeper Julius Pünt, der schon gegen Drochtersen/Assel dabei war) und Amin Muja, der von der Schalker Knappenschmiede zurückgekehrt ist zum Jugendleistungszentrum Emsland, auf der Bank.

Das sagt Ernst Middendorp: „Wir haben drei Schlüsselszenen gesehen auf unserer Seite. Die erste, da muss man den Ball auf Lukas Eixler spielen, der ist völlig frei. Das war in der dritten oder vierten Minute. Das zweite war ganz große Möglichkeit von Luca Prasse, da muss man mehr draus machen. Und in der zweiten Halbzeit der Pass von Willi Evseev auf Marek Janssen, drei Meter vor dem Torwart. Diese drei Möglichkeiten sind hundertprozentig, da muss man mindestens ein zwei machen, dann beruhigt sich das Spiel. Insgesmt war es ein Spiel unter dem Durchschnitt. Es wäre vielleicht ein bisschen mehr dringewesen. Unter dem Strick müssen wir das akzeptieren.“

Zur Roten Karte gegen Luis Sprekelmeyer: „Es war ein Foul an Luis Sprekelmeyer vor der Aktion, dann war es eine klare Rote Karte. Aber man muss auch das Foul gegen ihn sehen kurz vorher, dann erledig sich das andere“.

SV Meppen - Bremer SV 0:1 (0:0)

SV Meppen: Schmidt - Haritonov, van Looy, Sprekelmeyer, Mißner (33. Klöpper), Golkowski (90.+3 Muja), Möller (75. Seidel), Eixler (61. Wensing), Evseev, Prasse (46. Reinert), Janssen,


Bremer SV: Seemann - Warm, Sauermilch, Fionouke, Burke, Kühl, Bretgeld (90.+7 Kasper), Diop, Bukusu (86. Ouled-Haj-M’hand), Orlick (61. Degimenci), Kleiner (46. Tunjic/80. Rabens).


Tor: 0:1 Herdi Bukusu (70.)


Zuschauer: 5425 in der Hänsch-Arena.

Rote Karte: Sprekelmeyer (59., Foul), Teammanger Gebers (74.), Co-Trainer Bremer SV (74.).


Gelbrote Karte: Sauermilch (85., wiederholtes Foulspiel).


Schiedsrichter: Julian Bergmann (Bramsche)

Kommentare


bottom of page