Großer Dank an Fans und Sponsoren


Der SV Meppen hatte am Montagabend seine Mitglieder zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Der Ort war so ungewöhnlich wie reizvoll: Gut 100 Mitglieder waren der Einladung gefolgt und nahmen mit Abstand auf der KiKxxl-Tribüne der Hänsch-Arena Meppen Platz. Darunter auch das Trainerteam um Rico Schmitt und einige Spieler der Drittligamannschaft. Beim Einlass konnten sich die Gäste über die Luca-App registrieren. Mit der Veranstaltung wollte der Vorstand die Vereinsmitglieder noch vor Start der neuen Saison umfassend informieren. Die ordentliche Mitgliederversammlung, bei der auch Wahlen anstehen, ist für den November geplant. Die für 2020 geplante Versammlung konnte wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.


SVM-Vorstandssprecher Andreas Kremer in seiner Begrüßung: „Die Freude, Demut und Dankbarkeit über den Klassenerhalt ist immer noch groß. Damit geht unsere Mannschaft in das fünfte Drittligajahr. Es ist fantastisch, weiter Teil dieser 3. Liga zu sein!“ Er verwies auf eine schwierige vergangene Saison, die durch die Folgen der Corona-Pandemie geprägt gewesen sei. Es sei dabei nicht selbstverständlich gewesen, dass der Profifußball weiter stattfinden konnte. Ein besonderer Dank ging an die vielen Fans, denen es nicht möglich war, live im Stadion dabei zu sein. „Die Fan-Aktion bei der 100.000 Euro gesammelt wurden war einfach sensationell. Wir werden uns hier ein Dankeschön überlegen.“ Besonders stolz sei der SVM aber auch auf die vielen Sponsoren: „Die Treue und Verbundenheit zum Verein hat uns in diesen schwierigen Zeiten sehr beeindruckt.“


Finanzvorstand Stefan Gette gab einen Überblick der finanziellen Situation. Die Belastungen durch die Corona-Pandemie seien erheblich gewesen. Neben dem Wegfall der Zuschauergelder seien weitere nicht planbare Kosten entstanden. Testungen bei den Drittliga-Herren sowie den Bundesliga-Frauen beliefen sich allein im zweiten Halbjahr 2020 auf rund 130.000 Euro. Ein Dank ging hier auch an alle Mitarbeiter, die übergangsweise der Kurzarbeit zugestimmt hatten. Allein dadurch konnten 200.000 Euro eingespart werden. Die Spenden der Fans und das Engagement der Sponsoren sei ein wichtiger Faktor gewesen, über den man sehr dankbar sei. Gut 1 Millionen Euro erhielt der SVM insgesamt über die Corona-Hilfe des Bundes für den Profisport. „Ohne all diese Unterstützung wäre es extrem schwierig geworden“, so Finanzvorstand Stefan Gette. Die Bandbreite des Haushalts 20/21 liegt zwischen 4,8 und 5,9 Millionen Euro.


SVM-Sportvorstand Heiner Beckmann zog ebenfalls Bilanz. Auch aus sportlicher Sicht sei die letzte Saison schwierig gewesen. Am Ende stand das Team auf dem 17. Rang, was den Abstieg bedeutet hätte. Da der KFC Uerdingen keine Lizenz bekam, wurde der Klassenerhalt doch noch am grünen Tisch erreicht. Der Abgang von Leistungsträgern und verletzte Führungsspieler seien nicht so einfach auffangbar gewesen. Durch Corona habe nicht nur die große Unterstützung der Fans gefehlt. „Auch den Spielern und Trainern hätten die üblichen Kontakte und teambildenden Maßnahmen außerhalb des Platzes gefehlt“, betonte Heiner Beckmann. Bei der Verpflichtung von Torsten Frings als Cheftrainer habe man sich in keiner Weise vom großen Namen blenden lassen. „Wir waren nach vielen Gesprächen mit mehreren Kandidaten der Überzeugung, dass Torsten zu unserer Philosophie passt und langfristig etwas aufbauen kann.“ Berechtigte Kritik sei immer sinnvoll, die heftigen Schuldzuweisungen und Reaktionen gerade in den sozialen Medien habe er so nicht für möglich gehalten“, betonte Sportvorstand Heiner Beckmann. „Ein vergleichsweise geringer Etat (Rang 17 der 3. Liga) wird es uns auch weiterhin schwer machen. Wir können aber glücklich sein, einem Verein anzugehören, der solide mit den vorhandenen Mitteln plant. Wir nutzen jetzt dankbar diese zweite Chance. Unsere Stärke war und bleibt aus Niederlagen gestärkt herauszugehen“, so Heiner Beckmann.

Für das Frauenteam ergriff Vorstandsmitglied Heinz Speet das Wort. Das Team habe eine sehr engagierte Leistung in der ersten Liga gezeigt. Darauf könne man stolz sein. Der Abstieg sei schade, aber man werde direkt wieder angreifen. „Was hier in den letzten zehn Jahren aufgebaut wurde ist beeindruckend“, so Heinz Speet.


Für das Jugendleistungszentrum Emsland (JLZ) gab Nachwuchskoordinator Lucas Beniermann Auskunft. „Wir sind sehr dankbar jetzt allmählich wieder in einen fast normalen Trainingsbetrieb zu starten.“ Es seien harte Monate für die Jugendmannschaften gewesen, in denen so gut wie nichts möglich war. Die Entwicklung im JLZ sei weiter sehr positiv. „Inzwischen gibt es 70 Partnervereine, 57 davon aus dem Emsland“, so Lucas Beniermann. Großartig sei außerdem, dass es wieder Spieler aus dem JLZ in das Profiteam geschafft haben. Ein Problem bleibe leider aktuell noch der Mangel an Trainingsplätzen.

Ex-Profi Marcel Gebers, der eine Ausbildung in der Geschäftsstelle absolviert, liegt ebenfalls die Jugend im Verein am Herzen. „Wir bereiten in eigener Regie Fußballcamps vor, die in den Sommerferien bereits ausgebucht sind. Es ist klasse, dass wir die Kids wieder in Bewegung und an die frische Luft bekommen“, so Marcel Gebers. Geplant seien darüber hinaus auch verschiedene sportliche Aktionstage in den Schulen.


Für die Saison 2020/21 wurden insgesamt 19 Jugend-Mannschaften für den Spielbetrieb im Breitensport gemeldet. Ein Dank ging an alle ehrenamtlichen Trainer, Betreuer und Schiedsrichter für Ihren Einsatz und Ihre engagierte Arbeit. Sowie ein Dankeschön für die finanzielle Unterstützung aus dem Jugendsponsorenpool.


Eine kurze Fragerunde beschloss die Informationsveranstaltung in der Hänsch-Arena. Vorstandssprecher Andreas Kremer bedankte sich bei den Gästen: „Wir freuen uns auf die Zukunft hier beim SV Meppen, der weiter Leuchtturm des Emslandes bleiben soll.“