Trainingslager Belek ­ Tag 3

Fotos: M. Behlmann 

Nach dem frühlingshaften Montag präsentierte sich die türkische Südküste am heutigen Dienstag zunächst wolkig und etwas kühler als am Vortag. 13 Grad Celsius zeigte das Thermometer, als die Mannschaft um neun Uhr mit dem Bus vom Hotel zur naheliegenden Sportanlage fuhr.

Wie gewohnt war dort alles bestens vorbereitet. Die Beschaffenheit des Rasens ist erstklassig. Also wieder optimale Trainingsbedingungen für das Team von Cheftrainer Christian Neidhart. Nach einer Laufeinheit absolvierten unsere Männer gezielte Sprints auf kurzer Distanz, um die Antrittsschnelligkeit zu trainieren. Kurzpassspiel und Offensivaktionen komplettierten diese morgendliche Trainingseinheit in Belek. Neben hoher Konzentration merkte man der Mannschaft auch den Spaß an der Sache an. Die Stimmung im gesamten Team ist mitreißend.

Nach der Mittagspause stand das erste von insgesamt zwei Testspielen in dieser Trainingswoche an. Um 15 Uhr war auf dem Trainingsgelände Anpfiff für die Partie gegen den FC Vaduz aus Liechtenstein. Der Club spielt aktuell in der zweithöchsten Liga der Schweiz. SVM Co- und Athletiktrainer Daniel Vehring war Physiotherapeut beim Testspielgegner, als Pierre Littbarski hier noch trainierte. Auch Ex-SVM-Stürmer Nick Proschwitz (jetzt Eintracht Braunschweig) spielte beim Club aus dem Fürstentum.

Das Ergebnis des Testspiels gestaltete sich dann allerdings für den SVM weniger königlich. Nach 90 Minuten musste unser Team eine 3:5-Niederlage hinnehmen. Vor allem die erste Hälfte war enttäuschend: Mit 1:5 ging es in die Kabinen. Nach der Halbzeit wechselte Christian Neidhart bis auf Torwart Erik Domaschke komplett durch. Nicht eingesetzt wurden die beiden Torhüter Matthis Harsman und Jeroen Gies sowie Angreifer Niels Grevink, der aus der zweiten Mannschaft mit in das Trainingslager gereist ist. Marcus Piossek (Aufbau nach Adduktorenabriss) trainiert noch individuell mit dem Physioteam.

Coach Christian Neidhart war verständlicher Weise unzufrieden: „Wir haben gesehen, dass die Sicherheit fehlt, wenn man auf Positionen Änderungen vornimmt. In der ersten Hälfte haben wir uns überhaupt nicht präsentiert. Fünf Gegentore in einer Halbzeit – das ist lange her! Das wir dann die folgende Hälfte für uns entscheiden und zwei Tore machen war gut. Doch als Mannschaftsverbund haben wir insgesamt fahrlässig verteidigt. Das müssen und werden wir aufarbeiten.“

Direkt nach Ankunft im Mannschaftshotel ging das Trainerteam in die intensive Videoanalyse. Morgen stehen wieder zwei anspruchsvolle Einheiten auf dem Programm.

Von: Thomas Kemper

 

Startelf gegen den FC Vaduz: Domaschke, Jesgarzewski, Komenda, Undav, Tankulic, Evseev, Rama, Kleinsorge, Puttkammer, Düker, Vrzogic

Zunächst auf der Bank: Harsmann, Osee, Amin, Leugers, Ballmert, Egerer, Kremer, Guder, Bredol, Andermatt, El-Helwe, Tattermusch