Niederlage in letzter Sekunde

Die Partie lieferte rasante Duelle: Hier eines mit Meppens Max Wegner (rechts) mit dem Weltmeister und jetzt für den KFC Uerdingen spielenden Kevin Großkreutz.

Foto: Picturepower/Scholz

 

So ungerecht kann Fußball sein. Der Nackenschlag kam in der Nachspielzeit (93. Minute): In den letzten Sekunden eines sehr attraktiven Spieles schockt Uerdingens Lucas Musculus den SV Meppen, als er das Siegtor zum 2:3 (1:0) für den KFC erzielte. Besonders bitter, weil der SVM leidenschaftlich kämpfte, und zweimal in Führung ging.

Trainer Christian Neidhart schickte eine veränderte Anfangsformation auf das Feld: Vidovic, Born und Kleinsorge machten zunächst Platz für Puttkammer, Posipal und Wegner.In der 16. Minute lenkte Christian Dorda den Ball zugunsten des SVM ins eigene Netz. Der KFC glich bis zum Halbzeitpfiff nicht mehr aus. Schließlich schickte Schiedsrichter René Rohde beide Teams mit der knappen Führung für den SV Meppen in die Kabinen.

Engagiertes Auftreten

Nach der Führung spielte der SV Meppen weiter engagiert auf. Aber auch der Aufsteiger aus Krefeld erhöhte in der zweiten Hälfte spürbar den Druck. Die Folge war der Ausgleich zum 1:1 in der 52. Minute durch Kefkir. Meppens Nico Granatowski besorgte die erneute Führung. Nach einer Hereingabe von Martin Wagner köpfte er das Leder sehenswert zum 1:2 in die Maschen. Danach ergaben sich für die Meppener weitere Konter, die aber keinen Erfolg im Abschluss fanden.

20 Minuten in Unterzahl

Die letzten 20 Minuten musste der SVM in Unterzahl spielen. Patrick Posipal sah die gelbrote Karte. Das Team von Christian Neidhart agierte vor 4.305 Zuschauern aber weiter sehr engagiert, und zeigte einige vielversprechende Kombinationen. Das verhinderte nur leider nicht, dass Uerdingen durch Dörfler in der 79. Minute zum 2:2 traf, und in letzter Sekunde der dreiminütigen Nachspielzeit eben Musculus mit einem Flachschuss für das 2:3 Endergebnis aus Meppener Sicht sorgte.

Meppener Sieg wäre nicht unverdient gewesen

„Meppen hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt“, sagte KFC Trainer Stefan Krämer nach der Partie anerkennend. SVM-Trainer Christian Neidhart war vor allem mit der kämpferischen Leistung zufrieden: „Wir hätten aber die gut vorbereiteten Konter mit Konsequenz zu Ende spielen müssen.Solche Chancen müssen wir nutzen.“ Am kommenden Samstag (14 Uhr) trifft der SV Meppen in der heimischen Hänsch-Arena auf den VfR Aalen, und kann seine Stärke auch mit einem Sieg unter Beweis stellen.

Von: Thomas Kemper

Premium Partner